Galerie und Historie

Ein mit Pastellkreide gemaltes Portrait ist durch das Farbmaterial und seine überaus reiche Palette, in Verbindung mit dem Maluntergrund eine handwerkliche Herausforderung der ich mich gerne stelle. Da ich im Wesentlichen, mit den Fingern direkt auf dem Malgrund arbeite, wie eine Bildhauer der mit seinen Händen den Ton formt, ist es mir möglich, ein Bild im wahrsten Sinne zu "formen" - ganz lebendig mit Pastellen gemalt. Gesichter, ganz einerlei ob von Mensch oder Tier werden mir nie langweilig und vermitteln mir gerade in der heutigen Zeit Konstanz, Originalität und Individualität. Nach vielen Jahren in denen ich für international international namhafte Werbeagenturen gearbeitet habe, war ich der reinen idealisierten Oberflächengestaltung überdrüssig und habe in der Portraitmalerei ein Sujet gefunden, in der mir die "Oberfläche" zur Pforte des Inneren wird und mit der ich mich gedanklich wahrhaftig auseinandersetzen muss, um ein glaubwürdiges Portrait erstellen zu können.

Die Verwendung von Pastellkreide in der Portraitmalerei geht weit zurück ins 15. Jahrhundert. Zu Beginn standen den Künstlern nur die Farben Schwarz, Weiß und Rot zur Verfügung. Eingesetzt wurden sie von Michelangelo und Raphael für deren Skizzen. Die absolute Hochzeit der Pastellmalerei lag im 17. und 18. Jahrhundert. Zu dieser Zeit wurde die Pastellmalerei ganz bevorzugt in der Portraitmalerei genutzt.
Die samtig- matte Oberfläche der Bilder verlieh den gemalten Portraits eine ganz besondere Leuchtkraft. Die Venezianerin Rosalba Carriera (1675-1757) war eine der wichtigsten Künstlerinnen dieses Genres. Ihre klassische Portraitmalerei war in ganz Europa sehr beliebt und überaus begehrt.

Weitere große Künstler der Portraitmalerei waren:
Maurice Quentin de la Tour, Jean Etienne Liotard, Jean Simeon Chardin, Edgar Degas, Edouard Manet, Odilon Redon, Pablo Picasso und viele andere.